TSV-Vereinsbiographie
Die Ortschaft Willershausen liegt reizvoll und ruhig zwischen den schnell erreichbaren Ballungszentren Hannover/Braunschweig im Norden, Kassel/Göttingen im Süden, dem Naherholungsgebiet Harz im Osten und dem Weser-Leine-Bergland im Westen. Unser Dorf ist besonders gut über die A7 (Anschlussstelle Echte) zu erreichen, die nur 5 Minuten entfernt ist. Willershausen gehört der Gemeinde Kalefeld an und liegt im Landkreis Northeim.
Hier erhalten Sie
eine Anfahrtsbeschreibung für Ihren Aufenthalt in Willershausen
Weitere Informationen zur Ortschaft Willershausen finden Sie unter:
http://www.willershausen-harz.de
Oder verschaffen Sie sich erst einmal einen Überblick von der Spitze unseres Kirchturms:
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Blick nach Süden |
Blick nach Westen |
Der TSV Willershausen
Der Turn- und Sportverein stellt neben den anderen Vereinen in der Ortschaft Willershausen einen festen Bestandteil des örtlichen Gemeinschaftslebens dar. Dieses Gemeinschaftsleben wird vor allem geprägt durch die Bereitschaft zahlreicher Mitglieder, ehrenamtliche Aufgaben in unserem Verein zu übernehmen, wie unsere Vereinsgeschichte zeigt.
Eine ausführliche Darstellung der Vereinsgeschichte enthält unsere Festschrift zum 90-jährigen Vereinsjubiläum in diesem Jahr.
| Die vollständige Textversion der Festschrift erhalten Sie hier |
Auszüge lauten wie folgt:
"Die Idee, in Willershausen einen Sportverein zu gründen, wurde im Frühjahr des
Jahres 1919 "geboren". 30 junge Männer kamen in der Gastwirtschaft
Washausen zusammen und riefen den Verein ins Leben.
Mitbegründer und 1.Vorsitzender wird Wilhelm Heidelberg. August Dröge, Heinrich
Denecke, Heinrich Meyer, Heinrich Garbe, Fritz Barkhof, Friedrich Wilhelm sind
Männer der 1.Stunde. Gleich nach der Gründung bildet sich eine Gruppe, die sich
mit dem Geräteturnen auf dem Saal der Gastwirtschaft Washausen beschäftigt."
"Als Vorrangig für den Verein gilt nun das Anlegen bzw. Schaffen eines Sportplatzes. Durch die schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland wird durch Arbeitslose, zwischen 1930 - 1935, im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, der Sportplatz gebaut."
"Am 27.6.1952, dies ist die erste Eintragung in einem neuen
Protokollbuch, findet eine Versammlung im Gasthaus Washausen statt, in der auch
Gemeindedirektor Barkhof anwesend ist. Von 60 Erschienenen erklärten 54 durch
ihre Unterschrift ihre Mitgliedschaft im Verein. 1. Vorsitzender ist weiterhin
Richard Hartwig. Es ist der feste Wille aller, weiterhin Sport zu betreiben.
Die Übungsstunden finden in der Turnhalle und auf dem Sportplatz statt. Es wird
auch die Entrichtung eines monatlichen Vereinsbeitrages festgelegt. Zu zahlen
sind: bis zum 18. Lebensjahr DM 0,50, ab 18 Jahren DM 1,-, aktive Mitglieder
zahlen DM 0,75, Arbeitslose DM 0,50. Der gemeindeeigene Sportplatz wird dem TSV
kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit der Kirchengemeinde wird ein Vertrag über
die Turnhallennutzung ausgefertigt."
"Dem TSV gehören 1958 52 Mitglieder an. Eine kleine Damenriege für Turnen konnte aufgestellt werden. Die Beteiligung im Männerturnen hat immer noch keine nennenswerte Besserung gefunden. Eine Drainage wird vor dem Tor zum Grundstück Hillebrecht verlegt, da der Tor- und Torvorplatz immer sehr feucht sind. Die Innenausstattung des Umkleideraumes wird in Eigenleistung erstellt. Einige Sportkameradinnen und Sportkameraden nahmen im vergangenen Jahr an einem Skilehrgang in Braunlage teil. Hiervon erhofft sich der Verein eine Aktivierung des auch bei uns möglichen Skisportes."
"1962 zählt der Verein 73 Erwachsene und 61 Kinder als Mitglieder. Im
Bereich Fußball ist Erfreuliches zu verzeichnen. Vom Turnwart Alfred Wilhelm und
Betreuer im Tischtennis Karl Schucht, wurde Positives berichtet. Einem Antrag
auf Überlassung der Turnhalle für den Judosport durch Kamerad Michael Birr wurde
zugestimmt. Auf die Verantwortung für einen geregelten Übungsablauf und einer
Versicherung wurde hingewiesen. Eine intensivere Abkassierung auf dem Sportplatz
soll angestrebt werden. Darüber hinaus wird die Anschaffung eines Fußballes zur
Sammlung des Sportgroschens beschlossen.
Helmut Walter wird 2. Vorsitzender und löst Willi Sander in diesem Amt ab. Da
der Umkleideraum am Sportplatz sich in einem schlechten baulichen Zustand
befindet und eine weitere Instandsetzung nicht lohnt, wird ein Neubau
vorgeschlagen, jedoch nach evtl. Umlegung des Platzes."
"Am 19.11.1963 fand eine Mitgliederversammlung zwecks Besprechung über den Bau eines Umkleideraumes statt. Die ermittelten Baukosten werden um 20.000,- DM liegen. Hiervon sollen 10,000,- DM durch Eigenleistung erbracht werden. Der Baubeginn ist für das nächste Frühjahr vorgesehen. Alle 34 Anwesenden haben sich bereit erklärt, aktiv mitzuhelfen. Erich König, Günther Joseph, Adolf Sander, Annemarie Jahn, Hermann Jensch, Adolf Wedekind, Walter Wedemeyer, Willi Sander, Hermann Wiegand, Helmut Wilhelm, Oswald Diesner, Bernhard Rosenberg, Rudi Sander, Helmut Walter, Walter Hillebrecht, Karl Uhde, Karl Schucht, Siegfried Kußmann, Gerhard Barkhof, Klaus Uhde, Hermann Henze, Ernst Sander jun., Hans-Hermann Weber, Manfred Schucht, Karl Klügel Herbert Schütte, Siegfried Büsing, Willi Sander, Manto, Meinhard Blumeyer, Adolf Schlimme, Alfred Wilhelm und Rolf Röttger. [...] Die Finanzierung des geplanten Umkleidehauses ist sichergestellt. Im Frühjahr 1964 ist Baubeginn."
"Im Bauausschuß
"Sportheim" ist der gesamte Vorstand und die Mitglieder Karl Uhde, Oswald
Diesner, Engelbert Soßna und Walter Wedemeyer mitwirkend. Erich König, Karl Uhde
und Karl Schucht übernehmen die Bauaufsicht. Rechnungen und Lieferscheine, die
den Bau betreffen, gehen als Sammelstelle alle zum 2. Vorsitzenden Helmut
Walter. Schlosser Ernst Sander legt den Wasseranschluß. Walter Wedemeyer und
Rolf Röttger verlegen das Erdkabel für die Stromversorgung. Das Dach soll einen
dunklen Ziegel erhalten. Die Dachdeckerarbeiten werden von Helmut Wilhelm
ausgeführt. Die Tischlerarbeiten übernimmt Oswald Diesner. Nach siebenmonatiger
Bauarbeit ist das Sportheim fertiggestellt. Dora Joseph ist die erste
Raumpflegerin. Sie bekommt in der Woche DM 2,50 für ihre Arbeit. Zum ersten
Hausmeister wird Heinz Spormann bestellt.
Als erster Sportverein im "Alten Amt Westerhof" verfügt der TSV nun über ein
eigenes Sportheim. Im Oktober wird das Heim feierlich seiner Bestimmung
übergeben. Die örtlichen Vereine sowie Gäste aus nah und fern waren zur
Einweihungsfeier gekommen."
"Hermann Jensch berichtet über ein sportlich erfolgreiches Jahr 1970.
Besucht werden der "Altämter Staffeltag", das Gaukinderturnfest, das
Bergturnfest auf den Freiheiter Höhen. Die Tischtennis-Sparte meldet: 8 Spieler
wurden zu den Punktspielen angemeldet. Hans Rojahn will sich um die neue Sparte
"Schwimmen" kümmern. Geschwommen werden soll in der Schulschwimmhalle in
Kalefeld.
Am 8.10.1971 erfolgt endgültig die Beschlußfassung zur
Sportheim-Erweiterung. Karl Uhde übernimmt die bauliche Leitung. Der Rohbau kann
noch im Herbst fertiggestellt werden."
"Die
Jahreshauptversammlung 1972 hat eine umfangreiche Tagesordnung zu
bewältigen. Der Anbau an das Sportheim ist so weit fortgeschritten, daß die
Einweihung im Frühjahr 1972 erfolgen soll.
Neu im TSV wird es eine Damen-Fußballmanschaft geben. Betreuer und Motor ist
Heinz Spormann. Für die Sparte Schwimmen stellt sich das Problem der
Hallenbenutzung, da der TSV erst nach 22.00 Uhr Benutzungszeit hat, was leider
nur eine geringe Beteiligung zur Folge hat."
"1975. Die 1.Herrenmannschaft konnte im Spieljahr 1973/74 wieder in die
1.Kreisklasse Osterode aufsteigen. Wenn die Beteiligung beim Training noch
besser würde, könnte die Mannschaft den weiteren Aufstieg in die Kreisliga
schaffen. Die Damenmannschaft hat in der letzten Saison kein Spiel verloren und
wurde Bezirksmeister. Jugendfußballwart Oswald Diesner bedankt sich beim
Jugendtrainer Reinhardt Walter, Betreuer Rudi Sander und Heinz Welge für die
geleistete Arbeit."
"1975 unternimmt der TSV mit der Fahrt nach Paris eine weitere Fahrt ins
europäische Ausland. Einige TSV-Frauen übernehmen die Restauration der Fahne.
Durch Mitglieder des Vereins wird ein erster Tribünenblock vor dem Sportheim
errichtet."
"1976 ist der Baubeginn der Mehrzweckhalle, die nun statt der zuerst vom
TSV geplanten Turnhalle an das Vereinsheim, als selbständiger Bau errichtet
wird. Der 1. Vorsitzende Helmut Walter hofft, daß nach der Fertigstellung auch
genug Sportler die Mehrzweckhalle mit Leben erfüllen. Diese erhält bei der
Einweihung den Namen „Auetalhalle"."
"Die Sportplatzdrehung ist zur Zeit fraglich, da anderen Dingen der Vorrang
eingeräumt werden muß. Freude herrscht beim TSV indes über die Fertigstellung
der Mehrzweckhalle durch die Gemeinde Kalefeld sowie die Einweihung mit einem
Eröffnungsball am 1.10.1977. Unter Leitung von Ruth Rose präsentiert sich
die Kinderturngruppe den 350 Gästen."
"1979, in seinem 60.Jahr, hat der Verein 260 Mitglieder. Die "Altämter Vereine" werden nach der Kreisreform mit Wehmut vom Harzturngau und dem Kreissportbund Osterode verabschiedet. Sie gehören nun dem Kreissportbund Northeim/Einbeck an."
"Zum anstehenden Schützenfest 1980 soll das Sportheim renoviert werden. Eine Erweiterung der Terrasse vor dem Sportheim wird fertiggestellt."
"Eine Beratung über den Sportplatzneubau findet im Oktober 1982 statt. Eigenleistungen sollen hierzu erbracht werden. Zusagen für Zuschüsse liegen vom Kreissportbund, Landkreis und dem Ortsrat vor. Ein Bauausschuß "Sportplatz" wird gebildet."
"Kurioses am 24.11.1985: Nachdem die 2. Mannschaft des TSV gegen Naensen II nach 35 Minuten bereits 2:0 führt, stellte der Schiedsrichter fest, daß die Willershäuser 12 Spieler auf dem Feld haben. Dies hätte ein Sportgericht klären müssen. Doch beide Mannschaften kamen überein - weil die Freude am Fußballspiel größer war - die Partie noch einmal zu beginnen. Das Spiel endete 5:2 für unsere 2. Mannschaft."
"1987. Zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte veranstaltet der TSV
am Jahresbeginn eine große Sportschau. In der Jahreshauptversammlung löst Ursel
Sander den langjährigen Schriftführer Hermann Henze ab. Regelmäßig am Anfang des
Sportjahres ist eine Kinder-Maskerade in der Auetalhalle. Verantwortlich für den
reibungslosen Ablauf und die Gestaltung sind Ruth Rose, Andrea Schucht, und
Rainer Giesemann.
16 Firmen aus dem hiesigen Raum unterstützen die Vereinsarbeit finanziell durch
Plakatwerbung. Eine Reiterabteilung wird gegründet. Als Reitplatz wird eine
Wiese neben der Straße Am Edelhof hergerichtet. Karl Holzkamp und Fred Rose
leiten den Reitunterricht. 8 Pferde werden dem Reitsport kostenlos zur Verfügung
gestellt. 40 Interessenten, davon 30 jugendliche, wollen den Reitsport
betreiben. Die Flutlichtmasten auf dem Sportplatz haben keine Standfestigkeit
mehr und wurden auf Anweisung der Gemeinde "umgelegt". In Eigenleistung soll ein
Teil der Arbeiten zur Erneuerung von den Fußballern übernommen werden."
"1988 ist der Sportplatzneubau noch einmal in Frage gestellt. Ein Finanzierungsloch von 50 % ist noch zu schließen. Ohne Schwierigkeiten könnte eine Sanierung durch Einbringen einer Drainage, Bodenverbesserung, Ballfangzäunen, Instandsetzung des vorhandenen Platzes mit Erweiterung durch eine zusätzliche Fläche, durchgeführt werden. Die Kosten wurden ca. DM 60.000,- betragen, während für einen Sportplatzneubau DM 370.000,- erforderlich waren. So das Ergebnis einer gemeinsamen Bauausschußsitzung von TSV, Gemeinde und Kreissportbund."
"Bericht in der Jahreshauptversammlung 1989 zum Sportplatzbau: Die Gelder stehen zur Verfügung; der Baustart kann aber noch nicht erfolgen, da noch mit der Klosterkammer Fragen zu klären sind. Zum Pachtgelände soll nicht nur die jetzige Sportplatzfläche gehören, sondern auch die östlich angrenzende Wiese. Der TSV hofft auf eine zügige Einigung zwischen der Gemeinde und der Klosterkammer."
"Die
Erdarbeiten zur Sportplatzsanierung beginnen. Der TSV wird über 1000
Arbeitsstunden leisten. Das Training und der Punktspielbetrieb finden auf dem
Westerhöfer Sportplatz statt. Nachdem Drainage- und Erdarbeiten durch die Firma
Gropengießer, Wulften, abgeschlossen sind, übernimmt Peter Lohrberg die Einsaat.
Der Sommer ist sehr trocken. Karl Uhde nutzt jede Möglichkeit, den jungen Rasen
mit Hilfe der Feuerwehr zu wässern. Im Frühherbst kann der Rasen dann erstmals
gemäht werden. Die Sportplatzbauer sind zufrieden. DJ "Berni" aus Förste und der
TSV laden zu einer lila-weißen Ballnacht ein.
In der Jahreshauptversammlung 1991 dankt der 1. Vorsitzende allen
Mithelfern beim Sportplatzbau: Ortsrat, Gemeinde, Landkreis, Kreissportbund und
dem Bauführer Karl Uhde; er hat mit seiner Mannschaft 2700 Stunden gearbeitet,
statt der veranschlagten 1000 Stunden. Da der neue Platz aber immer noch
Spurrillen aufweist, wird zum glattwalzen eine Eisenwalze gebaut."
"Im Fußball-Werbespiel innerhalb der Sportwoche kommt es zur Begegnung
der 1. Mannschaft gegen Göttingen 05. Die ehemalige Damenmannschaft und die
"Alten Herren" versuchen es noch einmal mit dem runden Leder. Die TSV
Vorstandsmannschaft ist mit dem Ablauf der Sportplatzeinweihung und Sportwoche
sehr zufrieden.
Eine Bandenwerbung an der Sportplatzabgrenzung zur Auepromenade wird angebracht.
Eine neue Sprunggrube wird zwischen Platz und Auetalhalle gebaut."
"In der Jahreshauptversammlung 1992 wird Uwe Denecke
2.Vorsitzender für Thorsten Waldmann. Der 1.Vorsitzende, Reinhardt Walter, weist
schon jetzt auf das 75-jährige Bestehen im Jahre 1994 hin. Der Staffeltag wird
in Willershausen stattfinden. Weiter wünscht sich der Vorsitzende mehr Aktivität
im Bereich der Leichtathletik. Die Reitersparte soll wieder aktiviert werden.
Ein Osterausritt wird geplant.
Im Kampf um den wichtigen, mindestens 7. Tabellenplatz, hat die 1. Mannschaft
Chancen, in der künftig einteiligen Kreisliga zu spielen. Mit dem neuen Coach,
Eckard Wellm, und einem neugegründeten Fan-Club hat sich die Fußballabteilung
für das Spieljahr 1992/93 viel vorgenommen. Der Fan-Club hat 82 Mitglieder.
Vorsitzender der "TSV-Bulldogs", so nennen sie sich, ist HeinzWerner Begau. Das
Maskottchen "Gorby" und die 2-Jährige Bulldogge "Rudi" ist stets dabei.
Beim Wandertag sind 525 Wanderer auf der Strecke."
"1994 ist das Jubiläumsiahr des TSV. Der Verein wird mit allen Kräften die 700jahrfeier des Ortes unterstützen. Der Vorstand bleibt in seiner Zusammensetzung wie im Vorjahr."
Inhalt: Hermann Henze